Mit dem Koffer ins Meer: »Sweat« – über die Flucht

Ein Kurzfilm von Muhammad TamimMuhammad Tamim
und Hasan Tanji

 

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Ich, mein Lager

Yarmuk, das palästinensische Füchtlingslager südlich von Damaskus, 2012. Die Regierungstruppen bombardieren das Lager, verhaften und töten Menschen. Ein junger Sanitäter birgt Verletzte und hilft Menschen. Er wird schwer verletzt.

Später schreibt er dieses Gedicht

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Vorschau @derwesten.de

 

»Die Texte stammen allesamt von den Flüchtlingen selber. „Sie wollen etwas sagen, das ist ihnen wichtig“, meint Dramaturg Frank Weiß. „Und was sie zu sagen haben, das hat wirklich eine große Kraft.“
So wie bei Yousef Zaghmout. Der 23-Jährige aus Damaskus schreibt Gedichte – und musste dies lange im Geheimen tun. Zu seinen Lesungen in Syrien und im Libanon kamen immer mehr Menschen. „Doch zur gleichen Zeit fehlten immer mehr, weil sie verhaftet oder tot waren“, erzählt er. Deswegen sei er jetzt hier: „Um eine Stimme zu sein für die Verschwundenen, Vertriebenen und Vergewaltigten.“«

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Unser Freundeskreis spendiert: Karten für Geflüchtete

Freundeskreis-Helden-CorinnaZehn Karten für jede
grubengold-Vorstellung sind reserviert
für Geflüchtete, die
unser Freundeskreis gerne einladen möchte.

Ihr seid herzlich eingeladen, diese Einladung weiterzuverbreiten. Wir freuen uns und danken unserem Freundeskreis für diese Unterstützung.

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Terodde trifft für Daks Laune – ein Besuch im Krankenhaus

Der VfL hat gewonnen, zwei zu null in Kaiserslautern, beide Tore Terodde. Und wir haben im Krankenhaus gejubelt. Dak war schon einige Tage dort ans Bett gefesselt. Und weil ich an diesem Montag etwas früher aus der Schule kam, ging ich ihn besuchen.

Es war ein Abenteuer, Daks Zimmer im St. Josef-Krankenhaus zu finden. Ich brauchte ein bisschen, bis ich vor der richtigen Tür stand. Dak hat sich sehr gefreut, als ich sie öffnete. Das sah ich ihm an.

An Daks Bett hängt ein Schal: halb Vfl Bochum, halb Bayern München. Er liebt Fußball. Und dank Simon Terodde, dem VfL-Stürmer, hatte Dak für einige Momente vergessen, dass er bettlägerig war und mit unseren Proben aussetzen musste. Es fiel ihm schwer, nicht dabei zu sein. Die Zeit im Krankenhaus sei einfach sehr, sehr langweilig, sagte er. Tja, und was er vom Essen hielt, das muss ich wohl nicht erzählen. Krankenhaus eben. Wir haben viel gelacht, auch darüber.

Zum Abschied nahmen wir uns in den Arm. Und jetzt, kurz vor unserer Premiere, sind wir alle froh, dass Dak wieder dabei ist.

 

von Alopé VostryAlope Vostry

Mahmoud sucht eine Wohnung

Mahmoud spielt bei uns Theater, im Projekt grubengold. Er lebt in Bottrop, sucht aber jetzt eine eigene kleine Wohnung, am besten in Bochum, um näher am Theater zu sein.

Schreibt uns doch, wenn Ihr eine freie Wohnung habt oder von einer wisst: per E-Mail an info@prinzregenttheater.de oder bei Facebook @Prinzregenttheater

Wir freuen uns, wenn Ihr Euch meldet und stellen Euch dann einander vor.

Hier erzählt Mahmoud einen Teil seiner Geschichte:

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»…und dann stand das Publikum auf und applaudierte«

Früh morgens, an einem Donnerstag Mitte Januar, sammelten wir uns auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofs Bochum. Wir erwarteten den Zug, der uns nach Frankfurt bringen sollte, zum Festival Fluchtpunkt Frankfurt, an dem wir drei Tage lang teilnehmen durften.

Eine Frage stand dort über allem: »Wie wollen wir leben?«

Um darauf Antworten zu finden, hatte das Schauspiel Frankfurt eingeladen – uns und andere Theater und Schulen, die mit geflüchteten Menschen Theater machen. Es war ein Festival der Begegnung, mit Musik, Schauspiel, Tanz, Literatur und Wissenschaft, mit alten und neuen Frankfurtern, mit alteingesessenen Deutschen und zukünftigen.

Auf den Bahnsteig kam auch Romy Schmidt, die Leiterin des PRINZREGENTTHEATERS. Sie wollte uns begleiten und stieg mit uns in den Zug. Später gab sie unserem grubengold-Blog ein Interview:

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Nochmal von vorne – wir erfinden eine neue Welt

Probe, die nächste. Kurz vor den Endproben. Wir spüren, dass es bald losgeht. Wir sind grubengold, wir sind zehn Menschen, die geflüchtet sind und jetzt in Bochum leben. Und wir machen Theater. Denn:

»Wir müssen eine andere Welt erfinden, denn wir wissen: Eine andere Welt ist möglich. Es ist an uns, sie mit unseren eigenen Händen zu bauen, uns einzumischen und auf die Bühne zu gehen: auf die Bühne des Theaters wie auf die Bühne des Lebens.« – Augusto Boal

Bald ist unsere Premiere, am 1. April schon, auf der Bühne im Prinzregenttheater. Und wir haben noch einiges zu tun bis dahin, noch einiges mit unseren eigenen Händen zu bauen. Holger und Ronja sind unsere Architekten, sie helfen uns, unsere Welt im Theater zu erfinden.

Kürzlich haben wir Interviews gegeben. Wir haben viel nachgedacht, dann sprachen wir über uns und die Welt. Wir möchten Euch von unseren Antworten erzählen.

grubengold, Premiere im PRINZREGENTTHEATER, 1. April, 19.30 Uhr.