Das grubengold-Team bekommt Verstärkung

Der neue Praktikant von grubengold, Marcel Braun, berichtet über seine ersten Eindrücke, die er während den Proben mit dem internationalen Ensemble sammeln konnte. 

Das ging schnell: Vor gerade mal einer Woche traf ich mich mit dem grubengold-Team zu einem ersten Kennenlernen, schaute mir letzte Woche eine Probe an und jetzt bin ich, so fühlt es sich jedenfalls an, schon mittendrin. Bis zur Premiere am 13. Mai werde ich bei grubengold mitarbeiten. Wie genau das aussieht? Was ich machen werde? Keine
Ahnung. Was ich immerhin schon weiß ist, warum mich die Arbeit bei grubengold fasziniert: Verschiedene Menschen arbeiten an einem Projekt, setzen sich kreativ mit Fragen nach Traum, Realität, Wahrheit auseinander, bringen ihre Ideen und Vorstellungen mit und schaffen so ein eigenes Bild von der Aktualität der Vorlage Don
Quijote.

Bisher habe ich also vor allem einen ersten Eindruck bekommen. Was mir direkt aufgefallen ist: grubengold ist unfertig – und das ist nicht negativ gemeint. Statt einer fertigen Bühnenfassung gibt es Raum, Dinge zu gestalten und zu verändern. Statt einfach Geflüchtete auf der Bühne die Geschichte von Don Quijote erzählen zu lassen, werden
Szenen zusammengestellt, in denen sich die Darsteller*innen mit der Thematik von Wahrheitssuche, dem Zusammenspiel verschiedener Blickwinkel und Perspektiven und mit der Konstruktion von Realität auseinandersetzen. Statt Repräsentationstheater steht die vielfältige und individuelle Beschäftigung mit den Ideen der Textvorlage im Mittelpunkt –zum Beispiel durch eigene Texte der Darsteller*innen, Performance-Elemente, Musik und die Gestaltung des Bühnenraumes.

Die Unfertigkeit des Projektes gibt mir die Möglichkeit, mich einzubringen, mitzudenken und daran mitzuwirken, die Themen und Fragen, die Don Quijote aufwirft, auf die Bühne zu bringen. Vor allem will ich natürlich etwas lernen – über die Arbeit an einer
Inszenierung, die Bedeutung von Traum und Realität aus verschiedenen Perspektiven und über die Frage, wie diese Bedeutung im Theater thematisiert werden kann. Was mir besonders gefällt, ist die Art, wie alle Beteiligten zusammenarbeiten, (trotz mancher Schwierigkeiten) ihre persönlichen Blickwinkel zusammenbringen wollen und dabei auf
verschiedene Weise den Raum nutzen, der sich daraus ergibt, dass die konkrete Ausgestaltung der Inszenierung noch offen ist. Ich freu mich drauf, bei grubengold mitzumachen und neue Perspektiven zu gewinnen!

-Marcel Braun-

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