WIR gegen Windmühlen

Lisa Fumega Rodrigues ist für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit am PRT verantwortlich. Außerdem hat sie das grubengold-Team bei der neuen Produktion „Don Quijote“ vom ersten Tag an begleitet und tatkräftig unterstützt. Im folgenden Beitrag schildert sie uns ihre gewonnenen Eindrücke. 

Pressegespräch mit der Bezirksregierung
Foto: Dirk Krogull

Monate sind vergangen, seit das grubengold-Ensemble in neuer Konstellation und unter neuer Leitung in die zweite Runde gestartet ist. „Am Anfang war das Wort“, ist das Bibelzitat, mit dem das Ensemble einleitend zum Theaterbesuch einlädt, und so war es auch für grubengold, als damals die Frage aufkam, wie das transkulturelle Theaterprojekt in dieser Spielzeit aussehen soll. Eine literarische Vorlage sollte es sein. Don Quijote. Damals wusste noch keiner, wie der Theaterabend aussehen würde, der sich aus diesem über tausend Seiten starken Roman entwickeln würde. Und nun ist sie da: Die Generalprobe. In eine Reihe aus praktischen und administrativen Fragen („Wie kriegen wir unsere Endproben und Vorstellungen mit den Terminkalendern der Teilnehmer unter einen Hut, die längst in Bochum angekommen sind, und nun Deutschprüfungen und Arbeitszeiten haben?“/ „Welche Songs wünscht ihr euch für die Premierenparty?“/ „Kriege ich noch mehr Karten für die ausverkaufte Premiere?“) mischt sich auch ein Potpourri aus Emotionen. Nervosität. Anspannung. Jeder kämpft gegen seine ganz persönlichen Windmühlen. Dann aber auch: Aufregung. Freude in den Gesichtern, als der Freundeskreis des PRINZREGENTTHEATERS als erstes Testpublikum die Probe verlässt. Ein Lacher während der Proben, der das Zeug zum neuen Running Gag hat. Umarmungen, als am Abend alle gemeinsam das Theater verlassen, um sich am nächsten Tag schon wiederzusehen. Ganz besonders in diesen hochkonzentrierten und intensiven Tagen kurz vor der Premiere ist eines ganz klar erkennbar: Aus der kleinen Gruppe fremder Menschen verschiedenster Herkunft und Muttersprachen ist eine transkulturelle Familie geworden, ein Teil der PRT-Familie.

Dass wir bis hierhin gekommen sind, haben wir auch unseren Freunden und Unterstützern zu verdanken. Zum Beispiel der Zukunftsakademie Bochum, dank der unser Ensemble einen Probenraum in der Humboldtstraße hatte, bevor es zu uns „nach Hause“ kommen konnte. Dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, das die Finanzierung des gesamten Projekts erst möglich gemacht hat. Der Regierungspräsidentin Frau Ewert, die nicht nur persönlich ins PRT kam, um den Förderbescheid zu überreichen, und damit den Startschuss für das Projekt setzte, sondern sich auch sehr viel Zeit zum persönlichen Gespräch mit uns nahm und schließlich den Kontakt zu Burkhard Römmelt herstellte, der in Arnsberg für die Vermittlung zwischen Geflüchteten und den Behörden verantwortlich ist. Dank seines Einsatzes konnte Noor Shawish in Bochum, und damit Teil des Projektes bleiben. Zur Familie gehört er sowieso.

http://www.lokalkompass.de/bochum/politik/burkhard-roemmelt-vermittelt-erfolgreich-zwischen-gefluechteten-und-behoerden-und-konnte-dabei-auch-dem-bochumer-prinzregenttheater-einen-grossen-dienst-d760218.html

– Lisa Fumega Rodrigues, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit PRT – 

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