»Bringen wir arabische und europäische Kultur zusammen, ergibt es ein sehr schönes Bild.«

Stimmen aus dem grubengold-Ensemble:Muhammad Tamim
Muhammad Tamim

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Zwei große Schritte bis zum Blick in die Zukunft

Mahmoud: »Diese Wohnung bedeutet mir viel.«Heute ziehe ich in meine eigene Wohnung. Endlich. Lange habe ich darauf gewartet. Den Schlüssel zu meinen eigenen vier Wänden in den Händen zu halten, ist ein gutes Gefühl. Der Schritt durch die Tür ist mein zweiter großer Schritt, um mir meine neue Zukunft in Deutschland aufzubauen.

Den ersten tat ich am 9. März, einem sehr glücklichen Tag für mich.

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Reden wir

Künstler suchen oft die menschliche Seite der Geschichte. Diese wollen sie zeigen, schreibt Tania Canas, und die Geschichte lebendig werden lassen.

Und weil Kunst politisch ist und menschlich, zumal mit Geflüchteten, hat Canas, Arts Director der australischen Organisation RISE, eine Liste erstellt:

Zehn Punkte für Kunst mit Geflüchteten.

PUNKT 8: Reduziere uns nicht auf ein Thema.

Wir sind Menschen mit Erfahrungen, Wissen und Fähigkeiten. Wir können über viele Dinge sprechen; reduziere uns nicht auf ein Narrativ.

Also, reden wir nicht nur über das Eine.

10 things you need to consider if you are an artist,
Tania Canas, @RISErefugee.org
,
in deutscher Übersetzung @kultur-oeffnet-welten.de

Vorschau @WDR: »Ich kann Dinge noch nicht wahrnehmen, wie sie ein Deutscher wahrnimmt.«

Vor der Premiere hat der WDR grubengold besucht.

Muhammad Tamim sagt in dem Beitrag:

Muhammad Tamim
Muhammad Tamim

»Der Brief, das Gedicht oder die Tanzszene drücken ja nicht etwas individuelles aus – sondern die Geschichte von uns allen. Wir alle haben Familien, die überall verstreut sind. Wir treffen uns nur noch in Chatrooms. Deswegen geht es uns nicht darum, unsere persönlichen Erfahrungen auf die Bühne zu bringen. Wir wollen die Geschichte von uns allen erzählen.«

»Es geht gar nicht darum, ob wir uns wohl fühlen oder nicht. Wir haben noch gar kein Gefühl für unsere Umgebung entwickelt. Wir sind hier als Flüchtlinge. Dann gibt es die Deutschen auf der anderen Seite. Zwischen uns ist eine Kluft. Ich bin noch gar nicht richtig angekommen. Ich komme aus einem Land, in dem ich auch schon Flüchtling war. Hier bin ich wieder Flüchtling. Und ich kann Dinge noch nicht wahrnehmen, wie sie ein Deutscher wahrnimmt.«

Den Beitrag, der am Freitagabend in Resonanzen bei WDR 3 lief, hört Ihr hier.

Ich, mein Lager

Yarmuk, das palästinensische Füchtlingslager südlich von Damaskus, 2012. Die Regierungstruppen bombardieren das Lager, verhaften und töten Menschen. Ein junger Sanitäter birgt Verletzte und hilft Menschen. Er wird schwer verletzt.

Später schreibt er dieses Gedicht

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Mahmoud sucht eine Wohnung

Mahmoud spielt bei uns Theater, im Projekt grubengold. Er lebt in Bottrop, sucht aber jetzt eine eigene kleine Wohnung, am besten in Bochum, um näher am Theater zu sein.

Schreibt uns doch, wenn Ihr eine freie Wohnung habt oder von einer wisst: per E-Mail an info@prinzregenttheater.de oder bei Facebook @Prinzregenttheater

Wir freuen uns, wenn Ihr Euch meldet und stellen Euch dann einander vor.

Hier erzählt Mahmoud einen Teil seiner Geschichte:

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