»Wir« im Revier für Held*innen

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Wir waren im Revier für Held*innen am PRINZREGENTTHEATER, wir waren zum Finale der Spielzeit selbst die Held*innen, zusammen mit den beiden Jugendclubs »JUNGE PRINZ*ESSINNEN«.
Sandra, Art Director des Theaters, hat uns fotografiert. Ihre Bilder seht ihr oben. Damit verabschieden wir uns aus dem Revier für Held*innen und ziehen in den Sommer. Wir freuen uns schon, Euch in der kommenden Spielzeit wiederzusehen.

 

Nach der Sommerpause dreht sich unsere Welt um dich, um euch, um uns: »WIR?«, fragen wir dann.

Wir Menschen. Wir Europäer. Wir Deutschen. Wir Bochumer. Wir Muslime. Wir Christen. Wir Patrioten. Wir Verteidiger des Abendlandes. Wir Politiker. Wir Arbeiter. Wir Denker. Wir Tänzer. Wir Träumer. Wir Liebenden. Wir Perversen. Wir Sozialhilfeempfänger. Wir Nutten. Wir Freier. Wir Junkies. Wir Utopisten. Wir Krieger. Wir Pazifisten. Wir Päpste. Wir Weltmeister. Wir Charlie Hebdos. Wir Künstler. Wir Hebammen. Wir Bergleute. Wir Rechthaber. Wir Wutbürger. Wir Sünder. Wir Atheisten. Wir I-Phone-User. Wir Facebooker. Wir Gotteslästerer. Wir Weltverbesserer. Wir Faulen. Wir Veganer. Wir Karnivoren. Wir Depressiven. Wir Manischen. Wir Außerirdischen. Wir Astronauten. Wir Hundefreunde. Wir Egoisten. Wir Vaterlandsverräter. Wir Neider. Wir Vfler. Wir Ex-Opelaner. Wir Punker. Wir Banker. Wir Anarchisten. Wir Spießer. Wir Enttäuschten. Wir was auch immer…

Zu welchem „WIR“ wollen wir gehören? Welches „Wir“ können wir wählen und welchem „Wir“ können wir nicht entkommen?

WIR spielen dann »Don Quijote« nach Miguel de Cervantes‘ Geschichte um den umherirrenden Ritter Quijote, der auszieht, das Unrecht zu bekämpfen, Ruhm zu erlangen und das Leben gelingen zu lassen; und sich dabei aus seinen Fantasien und Träumen eine eigene Realität schafft.

 

Premiere ist am 13. Mai 2017.

Bis bald,
Euer grubengold-Ensemble 2015/16

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Spaß mit Ordnung und Würde

 

Eins wird in der satirisch aufbereiteten Szene sehr deutlich: Das Abnehmen der Fingerabdrücke mag aus ordnungspolitischer Sicht eine gewisse Berechtigung haben – für die betroffenen Menschen, die oft extreme Strapazen hinter sich haben, bleibt es entwürdigend. Weniger bitter, dafür sehr witzig ist die Auseinandersetzung der jungen Schauspieler mit dem deutschen Sinn für Ordnung.

@lokalkompass.de

Premiere @derwesten.de

 

»Es ist erstaunlich, was die acht jungen Leute in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben. Sie haben nicht nur ein Stück realisiert, auch ihr Deutsch, das nach dem bedrückenden Beginn gesprochen wurde, ist mehr als präsentabel. Und bei aller Dramatik: Sie versenken sich nicht in ihr Schicksal. Zwar verdrängen sie es nicht, aber der Wille zum Humor hält stolz dagegen.«

@derwesten.de

Vorschau @derwesten.de

 

»Die Texte stammen allesamt von den Flüchtlingen selber. „Sie wollen etwas sagen, das ist ihnen wichtig“, meint Dramaturg Frank Weiß. „Und was sie zu sagen haben, das hat wirklich eine große Kraft.“
So wie bei Yousef Zaghmout. Der 23-Jährige aus Damaskus schreibt Gedichte – und musste dies lange im Geheimen tun. Zu seinen Lesungen in Syrien und im Libanon kamen immer mehr Menschen. „Doch zur gleichen Zeit fehlten immer mehr, weil sie verhaftet oder tot waren“, erzählt er. Deswegen sei er jetzt hier: „Um eine Stimme zu sein für die Verschwundenen, Vertriebenen und Vergewaltigten.“«

@derwesten.de

Nochmal von vorne – wir erfinden eine neue Welt

Probe, die nächste. Kurz vor den Endproben. Wir spüren, dass es bald losgeht. Wir sind grubengold, wir sind zehn Menschen, die geflüchtet sind und jetzt in Bochum leben. Und wir machen Theater. Denn:

»Wir müssen eine andere Welt erfinden, denn wir wissen: Eine andere Welt ist möglich. Es ist an uns, sie mit unseren eigenen Händen zu bauen, uns einzumischen und auf die Bühne zu gehen: auf die Bühne des Theaters wie auf die Bühne des Lebens.« – Augusto Boal

Bald ist unsere Premiere, am 1. April schon, auf der Bühne im Prinzregenttheater. Und wir haben noch einiges zu tun bis dahin, noch einiges mit unseren eigenen Händen zu bauen. Holger und Ronja sind unsere Architekten, sie helfen uns, unsere Welt im Theater zu erfinden.

Kürzlich haben wir Interviews gegeben. Wir haben viel nachgedacht, dann sprachen wir über uns und die Welt. Wir möchten Euch von unseren Antworten erzählen.

grubengold, Premiere im PRINZREGENTTHEATER, 1. April, 19.30 Uhr.